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11/2004 | eine Wand für Aichi

Wettbewerb für den dt.-drz. Pavillon auf der Expo 2005 in Aichi | Anerkennung
In der bunten und informationsreichen Welt der Weltausstellung soll die Wand einen Ruhepol bilden. Der Blick des Betrachtes wird von der minimalistischen weißen Skulptur eingefangen und kann sich ausruhen. Die Menschen sollen davon angezogen werden und sich anlehnen.

Als Füllstoff wird eine zehn Zentimeter starke Polsterung aus Hanf-Dämmung direkt auf die zu gestaltende Wand aufgebracht und mit weißem Segeltuch überzogen. Einfachheit, aber auch Feinheit sollen damit übermittelt werden, verstärkt durch das weiß – Seriosität.
Hierzu kommen weiße Kautschukknöpfe, die die Fläche vertikal und horizontal gliedern, indem sie als formgebende Elemente die Wand zu einer Skulptur machen. Aus einer glatten Fläche wird eine gewölbte. Die Mitte der Wand ist eine Fläche und keine Linie, da sie in jede Richtung in neun gleichgroße Abschnitte geteilt ist. Ein Schwerpunkt entsteht allein durch das Aufsticken der beiden Flaggen außerhalb des Wandzentrums. Die Französische Flagge liegt näher der Deutschen Seite im Pavillon, die Deutsche der Französischen. Die Wand ist so nicht in sich teilbar und kann keinem Land zugeordnet werden.
Die Struktur selbst erweckt Assoziationen zu einer Steppdecke oder auch Omas Sofa. Mittels dieser Vorstellungen soll der Betrachter an etwas ihm Bekanntes oder auch Nahes erinnert werden, womit er sich gleich wohlfühlt.
Die Wand ist in ihrer Struktur veränderlich. Sie kann Druck aufnehmen und ihm Standhalten. Eine Skulptur, die in sich stabil ist, ohne zusätzliche Hilfe von außen – wie auch die Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland.

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