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09/2008 | Nordhavnen, Kopenhagen

In der Gesamtbetrachtung des städtebaulichen Entwurfes werden drei strukturelle Entwicklungsschwerpunkte behandelt. Zum Ersten ist dies die Neuformulierung des südlichen Hafenbereichs der das „Nordbassinet“, das „Kronlobsbassinet“ sowie das „Orientbassinet“ umschließt, um den Bereich des heutigen Containerhafens zu einem dichten Wohn- und Arbeitsbereich zu entwickeln.
Zum Zweiten wird der Bereich nördlich des „Skudehavnen“ und des „Skudelobet“ in eine grüne Mitte mit aufgelockerter Bebauung entwickelt. Den dritten Entwicklungsschwerpunkt bilden die neu aufgeschütteten Landmassen, welche im Einklang mit den vorhandenen Landflächen eine harmonische Einheit formulieren und jeder Erweiterungsbereich, jede neue Insel für sich einen eigenen Charakter formuliert.

Die Grundkonzeption der Landmassenverteilung ist darin begründet, dass zunächst der Bereich des heutigen „Nordhavnen“ in seinen Grenzen erhalten bleibt. Der Grund hierfür liegt in der Erhaltung seiner ursprünglichen Identität des über viele Jahre durch immer weitere Aufschüttungen entstandenen Hafenareals. Der in Zukunft neu aufzuschüttende Bereich wird durch einen komplett durchgehenden Kanal von den bestehenden Landmassen klar abgegrenzt. Ebenso werden die weiteren Bereiche durch das Element Wasser strukturiert. Die neuen Flächen werden dennoch in enger Beziehung zum Gebiet des Nordhafens entwickelt, in dem sie in den verlängerten Grenzen der vorhandenen Ränder bleiben. Es entsteht ein neues Spannungsfeld aus dem Wechsel von Land und Wasser, aus großen und kleinen Inseln. Die konischen Formen der neuen Grundstrukturen verleihen den einzelnen Bereichen weiterhin mehr Eigenständigkeit und die Möglichkeit zur jeweils eigenen Individualität. Getragen wird das Gesamtgerüst durch den östlich neu anzulegenden Kai für Kreuzfahrtschiffe, dem klar strukturierten übergeordneten Konzept zur verkehrlichen Erschließung und den „Stepstones“ unterschiedlichster Grün- und Stadträume, die über die Grenzen der Inseln und Landmassen auf die jeweils benachbarten Flächen hinausragen und so differenzierte Verknüpfungen erzeugen.

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